Galerie Art und Weise
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 .: Manfred Schlüter :.

Neue Arbeiten von Manfred Schlüter

DLZ 2005:
Von Minne Rössler

Heide - "Mit dem zweiten Blick" hat Manfred Schlüter seine Ausstellung mit neuen Materialbildern überschrieben, die noch bis 19. November in der Galerie "Art und Weise" in Heide, Speichergasse 6, zu sehen sind.

Den ersten Blick überläßt Schlüter dem Betrachter, fordert ihn aber zugleich auf, es nicht dabei zu belassen. Sondern mit einem Sprung über den zweiten Blick, den er sich selbst vorbehält, darüber hinaus zählend weitere Blicke zu werfen. Erst dann wird der Kunstfreund erfahren, dass zwar die Türschwelle ist, " was sie ist", nähmlich eine Türschwelle und dass die Arbeitshandschuhe erkennbar bleiben, was sie sind, wie der Pinsel, die Bohle, die Weckerteile oder der Tampen um die mächtige Stehle "Aufrecht in Fesseln". Ihrer ursprünglichen Funktion sind die Dinge aber beraubt.
Manfred Schlüter adoptiert die Sachen quasie, indem er sie aus der Anonymität der Vielzahl von Türschwellen, Arbeitshandschuhen oder Pinseln herausholt. Sie identifiziert als Türschwelle der alten Schule, die früher den vorderen vom hinteren Flur trennte. Die Arbeitshandschuhe als seine eigenen benennt, die ihm bei diversen Baumaßnahmen ans Herz - und an die Haut - gewachsen waren. Den Pinsel als Erbstück von Malermeister Opa Scharp, wohnhaft im Erdgeschoss des Hauses am markt 17 in Brunsbüttel, seiner eigenen künstlerischen Lebenswelt einverleibt.
In dieser Welt werden sie zauberisch, märchenhaft verwandelt durch eben den zweiten blick mit den Augen des Künstlers. Als ein Streifen Himmel und auch Erde entläßt er die Schwelle unter Beigabe des Pinsels - mit unbekanntem Ziel - in den offenen Raum einer Ausstellung.
Manfred Schlüter hat jeweils eine Geschichte geschrieben um die Dinge, die er verwandelte und denen er neue Funktionen und Bedeutungen zugeteilt hat.
Nicht alles erschließt sich mit seiner Hilfe aus der Geschichte und den Titeln, die er manchmal anscheinend heiter aus Wortspielen zusammensetzt. Es braucht oft den dritten, den vierten oder noch weitere Blicke, um zum Wesen oder Unwesen seiner Objekte vorzudringen.

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