Galerie Art und Weise
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 .: Die magische Welt des Caius Julius Spillner :.

Ausstellung von 9. Mai bis 5. Juni 2010

Skulpturen, Malerei, Grafik

"Die magische Welt des Caius Julius Spillner"

"Sein Vorname beschwört die glorreichen Zeiten der Römischen Antike. Es ist aber nicht der heldische Aspekt der Epoche, der ihn als Künstler fasziniert.

Für seine Namensgebung ist er naturgemäß nicht verantwortlich. Dennoch scheint sich seine künstlerische Arbeit aus einer Art archäologischem Interesse zu speisen.

Er gräbt nach den Spuren geheimnisvollen kultischen Wesens versunkener Zeiten. In ihnen spielen die Frauen eine Hauptrolle. Sind Priesterinnen, Seherinnen, Königinnen.

Ihre riesengroßen kohlenränderten Auge sprechen von uralten Wissen über das Leben, verstören durch immer wieder kehrende Melancholie im Ausdruck. Erzählen vom Leiden an der Welt.

Besonders dort, wo sie sich gegen die bedrohliche Kulisse der Industrieanlagen des Reviers behaupten müssen.

Caius Julius Spillner ist jedoch weit entfernt, sie zu Medien persönlicher Botschaften zu degradieren, was man vermutem könnte. Denn selbst dort, wo er Realität abbildet, eben wie in den technischen Anlagen des Reviers, gerät sie zu einem Baukastenspiel. Das nur zufällig so, aber auch anders aussehen könnte.

Rauchen Männer auf, tragen sie Narrenkappen, sind Eulenspiegel oder der Bajazzo aus der Comedia dell Arte. Traurige Clowns allemal. Erst wenn sie Schiffe besteigen, um auf Fahrt zugehen, fallen die Kappen von ihnen ab. Es sei denn, eine busige Frau behält das Ruder in der Hand.

Vogelartige Wesen sind dann ihre Berater, ihre Beschützer. Sie stehen vielleicht für die Höhenflüge männlichen Geistes, die in großartiger Selbstüberschätzung sich wie Ikarus in der Sonne verbrannten. Aber doch als Versprechen erstehen, ihnen als Männer gerecht zu werden. Dreist würde ich sagen, er schafft die Kulisse eines Jahrmarktes, einer Morität, um aus dem Elend der Entmachung durch die Frauenemanzipation auf elegante Art zu entfliehen.

Auf drei künstlerischen Ebenen setzt er sich mit dem Thema auseinander: als Holzbildhauer, als Maler und Grafiker.

In der Holzbildhauerei hat er zu einer eigenen Sprache gefunden. Seinen Geschöpfen hat er die Patina verliehen, die ihnen den Charakter ausgegrabener Kultfiguren gaben. Man sollte daran erinnern, dass auch die Götterfiguren klassischer Zeit bemalt waren.

Spillner ist durch die Welt gereist.

Sein Lebenslauf stand nicht unter dem Motto, Künstler zu werden, er wurde Textilkaufmann. Lebte lange Jahre in den Niederlanden, bis er sich 2001 entschloß, nach Deutschland zurück zu kehren.

Wie Einschüße wirken Statements, dass er 1978 ein Tischler-Praktikum absolvierte. 1981 ein Kunststudium begann. Zwischen 1991 und 1994 ein Bildhauerei Praktikum auf Bali mitmachte."

(Minne Rössler)

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